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Social-Media-Marketing

Twitter: eNestle feiert Geburtstag

Zeit für ein persönliches Zwischenfazit.

eNestle feiert Geburtstag. Mein Twitter-Vögelchen fliegt morgen in seine 49. Lebenswoche hinein. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

Zeit für ein persönliches Zwischen-Fazit:

Heute schon getwittert? Ich schon. Twittern ist für mich so selbstverständlich geworden wie telefonieren. Oder Müll sortieren, oder Wäsche waschen. Schmutzige Wäsche landet dabei nur in der Waschmaschine ... Sortiert wird bei mir ständig. Zwischen Bio, Glas und Papier ebenso wie zwischen deutsch und fremdsprachig, Twitter-Restmüll und recycle-barer Twitterberge, zwischen minderwertig, mittelprächtig und hochwertig.

Mich würde mal interessieren, wie viele Permanente pausenlos zwitschernd um den Berg kreisen, ständig im Twitterberg rumpicken und wie besessen nach Würmern suchen. Sich lieber den Schnabel wundhacken als den Berg verlassen. - Vor die Alternativen Müll, Wäsche und Twitter gestellt, fällt das Ranking auch bei mir sehr eindeutig aus:

Erster und zweiter und dritter Platz für Twitter!!! Ich twittere gerne, doch nicht ständig oder gar exzessiv. Regelmäßig aber dosiert. Ich gebe schon zu, dass mir manchmal die Flügel gestutzt gehören, weil ich länger hin- und her flattere als beabsichtigt. Es macht Spaß, sich im Strom nie endender Tweets dahintreiben zu lassen, neue interessante Profile zu entdecken, sich über die beste Blumenerde auszutauschen oder die gestrige TV-Sendung zu mokieren. Oder den neuesten Blog zu promoten So, dann wissen Sie jetzt auch, was ich gleich im Anschluss tun werde. Schaun Sie nach, ob`s stimmt :-). Wie sind Sie eigentlich zwischen diesen Zeilen gelandet?

Dennoch: Zwar hat Twitter sich seinen festen Platz in meinem Alltag ergattert, oder soll ich sagen fein ergaunert. So wie viele andere to do`s finde ich twittern sinnvoll für meinen Job. Und ja, es macht mir sogar Spaß (hätte ich anfangs nicht geglaubt).

Doch meistens schaffe ich es, nach wenigen Minuten das Feld wieder zu räumen. Fenster zu, Klappe dicht. Solange ich nicht lerne, meine Tweets als winkende Geldscheine aus dem Bildschirm zu zupfen, solange muss ich meine Haupt-Arbeitszeit in Texte > 140 Zeichen investieren.

Warum ich mir vor bald 49 Wochen die Twitter-Flügel anschnallte (in trockendeutsch auch Ziele genannt):

- Ich trat an, um meine Dienstleistung einem möglichst großen Publikum bekanntzumachen – und zwar so, dass sich die Masse nicht gelangweilt abwendet sondern sozusagen mit wohlwollendem Kopfnicken bei mir / bei meinen Themen ist.

- Den Traffic auf meiner Website wollte ich weiter ankurbeln.

- Anfragen, Aufträge. Alles andere wäre gelogen.

- Auf dem Laufenden bleiben: Was ist gerade „in“? Was „out“? Was bewegt die Menschheit, worüber regt sie sich auf, was beschäftigt sie? Mit eNestle habe ich mir meine kleine und überhaupt nicht repräsentative Mafo-Plattform geschaffen, auf der ich mein Ohr auf des „Volkes Seele“ legen kann.

Flügelgröße? Schnabelform? Bunte Federn, lange Federn? Zu produzierende Eiermenge? (in BWLer-Kreisen also die Strategien)

- Foto und Seitengestaltung mit gewissem Wiedererkennungseffekt in eigener Sache. Wofür stehe ich? Was erwartet den Follower bei mir? Mehrwert? Versprechen? USP?

- Textertipp des Tages: Ziemlich konsequent, d.h. mindestens einmal pro Werktag setze ich einen inhaltlich möglichst nicht so hirnlosen Beitrag ab – ich plaudere quasi aus dem Nähkästchen. Ich gebe häppchenweise + wohl dosiert Wissen preis, um mich als Expertin zu platzieren. Ich besetze die Ecke „fairer Texter mit Herz und Verstand“ impliziert das Versprechen „bei mir kauft keiner die berühmte Katze im Sack“

- Konsequenter Einsatz des Mehrstufen-Marketing: Im Schnitt 1x/Monat schreibe ich einen Blogbeitrag auf meiner Website. Weiß ja jeder: Websites ohne aktuellen Content sind unattraktiv, sie wirken leblos und steril. Diesen Blogbeitrag „verwurste“ ich über Twitter (übrigens auch über XING), d.h. ich nutze Twitter, um auf einen aktuellen Blog hinzuweisen: zu verschiedenen Tageszeiten, auch mit verschiedenen Teasern. --- Über welche Schiene wurden Sie denn hierher verfrachtet? Schreiben Sie`s mir ruhig, ich krall Sie mir hinterher nicht „nach allen Regeln der Marketingkunst“, höchstens ein kleines Flügelstreifen erwartet Sie ;-)                    info@nestle-werbetexten.de
 

- Je nach Lust und Laune klinke ich mich auch mal bei einzelnen Beiträgen ein, das heißt ich setze natürlich auch bewusst auf Interaktion. Nur per Einbahnstraße Tweets absetzen wird auf Dauer wenig honoriert.

- Geschätzter Zeitaufwand / Woche: ca. 1 Stunde. Manchmal bleibe ich am honigsüßen,, würmer-wimmelnden Berg kleben, und dann sind`s auch mal zwei.

- Wenn ich was Interessantes lese – Tweets oder was mir sonst so übers Netz reinschneit, das reiche ich gerne per Twitter weiter. Das können mitunter auch völlig fachfremde Dinge sein. Was Lustiges geht immer gut. Von mir als hochwertig empfundene Tweets re-tweete ich gerne.

- Das meiste Fremdsprachige und alles mir Suspekte fliegt gnadenlos raus und wird "ge-unfollowed“ oder gar geblockt.

Wurm-Ausbeute (Unternehmer sprechen da  gerne von Erfolgen)

- Der frühe Vogel fängt den Wurm. Demnach bin ich zu spät losgeflogen ... Aber man muss wissen: Kurzfristige Erfolge in Form von Umsätzen – direkt und nur generiert über Twitter – sind selten, und sie haben sich auch bei mir nicht eingestellt. Vertrauen entsteht hier völlig zu Recht nicht über Nacht, das gilt übrigens für den gesamten Social Media - Bereich…

- Ich ziehe inzwischen mehr als 1.400 Follower hinter mir her. Macht ca. 120 potentielle neue Kunden pro Monat. Na, das ist doch schon mal was! Es wären übrigens ca. dreimal so viel, würde ich meine Gefolgschaft nicht so kritisch beäugen und aussortieren. Einige davon (derzeit ca. 40) haben mich zusätzlich als „besonders lesenswert“ gelistet, d.h. die verfolgen meine Tweets mit erhöhter Aufmerksamkeit.

- Die Besucher-Zahlen auf meiner Website sind um mindestens 1/3 nach oben gegangen. Ich verweise in Twitter auf einen neuen Blogbeitrag, und wenige Minuten später erfasst mein 1&1 Kontrollorgan akribisch genau 50 oder 60 oder auch 80 Zugriffe in meinen neuesten Wortschwall hinein. Eine echte Vitaminspritze B für meinen Bekanntheitsgrad! Und außerdem freue ich mich über positive Ranking-Effekte bei Google.…

- Einige Angebots-Anfragen über Twitter kamen rein. Erste, rein über Twitter generierte Aufträge liegen nur noch wenige Zentimeter vom eNestle Krummschnabel entfernt …

An meinen hellseherischen Fähigkeiten ist jedenfalls nicht zu rütteln. Schrieb ich doch vor knapp 49 Wochen an dieser Stelle:

Mit kurzfristigen Knall-Effekten wie urplötzlich stark anwachsenden Kundenzahlen und Umsätzen ist wohl nicht zu rechnen. Wer Twitter betreibt, investiert wohl eher langfristig in Informations-Vorschuss, in Dialog, in Vertrauen.

Am 7. Mai steigt das eNestle – Jahresfest. Mit Pauken und Trompeten? Mal sehn, vielleicht, ich denk noch drüber nach . . Mehr dazu demnächst.

Welche Erfahrungen machen Sie, werter Leser, mit Twitter? Schreiben Sie mir, ich freue mich auf Ihre Inputs.   info@nestle-werbetexten.de
  

geschrieben am 15.04.2010 um 14:47 Uhr.


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